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Historisches (Seite 3/4)

Das Jahr 1978 begann mit Schicksalsschlägen für den Verein. War das plötzliche Ableben von Sangesfreund Adolf Fischer im Januar schon schmerzlich, so kam im Februar der Tod von Jugendsprecher Peter Zapf im blühenden Alter von 18 Jahren wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

Mit besonderem Stolz konnte Frauensprecherin Gertrud Wenzel bei der Generalversammlung 1979 feststellen, dass der Frauenchor sich von 50 Sängerinnen seit der Gründung innerhalb von drei Jahren auf 63 erhöht hat. Erwähnenswert, dass Toni Staudt dem Frauenchor und Otto Schmitt dem Männerchor als Vizedirigenten vorstehen und in etlichen Auftritten ihr Können unter Beweis stellten.

Neuer 3. Vorstand wurde Peter Walther, nachdem sein Vorgänger Hans Schmitt wegen beruflicher Überlastung von diesem Posten zurücktrat. Erstmals in die Vorstandschaft gewählt wurden durch die Frauen: 1. Sprecherin Gertrud Wenzel und 2. Sprecherin Helma Emmerich. Auch der Musik- und Kulturausschuss erfuhr durch die Zuwahl von Frauen eine Bereicherung.

Erstmals in ihrer Vereinsgeschichte traten die «Germania-Sänger» im Januar 1979 mit zwei Faschingssitzungen an die breite Öffentlichkeit. An anderer Stelle wird darüber und auch über die späteren Veranstaltungen berichtet.

Die Schließung des Vereinslokals «Zum Anker» im gleichen Jahr brachte für den Verein ernsthafte Probleme. Bis zu einer endgültigen Lösung übersiedelten die «Germania-Sänger» zunächst zu ihrem Bruderverein «Bavaria» in das Gasthaus «Zur Traube», wo Ende September auch die weltliche Feier des Kirchgangs stattfand.

Der 50. Geburtstag unseres verdienten Chorleiters Erich Peter Stein im Januar 1980 war Anlass für den Frauen- und Männerchor mit Ständchen ihrem beliebten Dirigenten zu danken und ihm Glückwünsche zu übermitteln. Schließlich hat er in den zehn Jahren seiner Tätigkeit der «Germania» überall zu einem hervorragenden sängerischen Ruf verholfen.

In mehreren Ausschusssitzungen wurden die Vorbereitungen für das 95jährige Bestehen des Vereins mit dem Festtermin vom 10. bis 13. Juli 1981 getroffen.

In einem Dia- und Filmabend am 7. November 1980 wurde auf die Höhepunkte in sängerischer und geselliger Hinsicht noch einmal zurückgeblendet auf ein Jahr, das an fast allen Wochenenden ausgebucht war.

Aus gesundheitlichen Gründen übergab der langjährige und verdiente Kassier Max Brückner in der Generalversammlung vom 2. Januar 1981 seinen Posten an Rudi Münstermann ab. Neuwahlen standen ansonsten nicht an. Haupttagungspunkt der Versammlung war das in diesem Jahr anstehende 95jährige Stiftungsfest und das Festkonzert am 2. Mai. Somit mangelte es auch in diesem Jahr bei den «Anker-Sängern» nicht an Arbeit.

Die turnusgemäßen Neuwahlen bei der Generalversammlung am 17. Januar 1982 brachten nur wenig Änderungen in der Vorstandschaft. Für den ausscheidenden 2. Vorstand Toni Staudt trat

Peter Walther an dessen Stelle. 3. Vorstand wurde Peter Maidhof, und die Funktion des Protokollführers, für den nach 22 Jahren gewissenhafter Tätigkeit ausscheidenden Heinrich Sauer II, übernahm Toni Völker. 367 Mitglieder, so Geschäftsführer Walter Lenz, sei derzeit die Stärke des Vereins. 93 von 279 Männern und 70 von 88 Frauen seien dabei aktiv in den Chören tätig.

Nach 57 Jahren aktivem Singen wurde am 26. März Ehrenmitglied Konrad Sell zu Grabe getragen. Im folgte am 7. Juli Josef Glaab nach, der sich in den fünfziger Jahren als Mitglied der «4 lustigen Sänger» einen Namen gemacht hatte.

Ein gemütliches, gesellschaftliches Beisammensein brachte der Besuch der Sangesfreunde aus Lippstadt am 2. Oktober 1982 im FC-Sportheim.

Der geplante Bau eines Sängerheimes im ehemaligen Obstkeller war einer der Hauptpunkte der Ausschusssitzung am 29. Oktober 1982.

Nach den Berichten der Funktionäre, nahm unter dem Punkt « Verschiedenes», der geplante Ausbau des ehemaligen gemeindlichen Obstkellers einen breiten Rahmen in der Generalversammlung am 16. Januar 1983 ein. Nach lebhaften Diskussionen wurde dem Projekt mit 95 Ja - gegenüber 10 Neinstimmen von der Versammlung «grünes Licht» gegeben.

Ein herber Verlust traf die «Germania», die am 11. Februar ihren hervorragenden Tenor Helmut Gumbel zu Grabe tragen musste.

Chorleiter Erich Peter Stein gab in der Ausschusssitzung am 8. April schon frühzeitig seine Vorstellungen zum Festkonzert des 100jährigen Vereinsbestehen bekannt.

Die Pläne über das vorgesehene Sängerheim wurden stetig vorangetrieben und am 24. Juni mit dem Anschluss der Gas- und Wasserleitung das Vorhaben in Angriff genommen. Voller Eifer gingen die Mitglieder an diese Aufgabe heran. Der erste Anstich eines Fass Bieres war dadurch auch schon am 5. November nach dem Aufbau der Theke möglich. Wenn auch noch nicht im Festgewand, konnte doch bereits am 16. November der Filmabend über Vereinsbau und Fasching im neuen Heim abgehalten werden.

Zu einem Trauertag wurde für die «Germania» der 3. Dezember. Der älteste aktive Sänger, Kaspar Wenzel, wurde zur letzten Ruhe geleitet. Acht Sterbefälle des Jahres hinterließen 1983 eine sichtbare Lücke in der Vereinsfamilie.

Ein früher Höhepunkt des erst angelaufenen Jahres war die Einweihung des Sängerheimes und dessen Vorstellung an die Öffentlichkeit vom 13. bis 15. Januar 1984. Dekan Günther Mauer segnete in einem Dankgottesdienst die neue Bleibe der Sängerinnen und Sänger ein. In der anschließenden Feierstunde schlossen sich Ansprachen von 1. Bürgermeister Franz Völker, stellvertr. Landrat Dr. Albert Frank an, Erinnerungsgeschenke befreundeter Vereine wurden überreicht. Für seinen nimmermüden Einsatz erhielt 1. Vorsitzender Gerhard Zapf einen das Vereinsheim darstellenden Kupferstich. Josef Rettinger als «guter Geist» des Hauses und Heinrich Sauer II für vorbildliche 22jährige Protokollführertätigkeit wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt.

In seinen eigenen Mauem konnte der Verein am 31. März erstmals seine Generalversammlung abhalten. Dank der nunmehr vorhandenen Räume habe sich inzwischen ein Kinder- und Jugendchor gebildet, dem Barbara Ackermann als Chorleiterin und ihr Gatte Uli als Betreuer vorstehen würden, konnte Vorstand Zapf der Versammlung mitteilen. Wie schnell sich der Nachwuchs sängerisch einlebte, zeigte sich darin, dass er am 1. Mai 1984 bei der Maikranzaufhängung unseres Brudervereins «Bavaria» mit einigen Liedervorträgen schon an die Öffentlichkeit trat.

Das 100jährige Stiftungsfest 1986 war vorrangiger Hauptberatungspunkt in den Ausschusssitzungen.


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